Corona-Pandemie, Tönnies-Fleischskandal, Klimakatastrophe und Insektensterben

 

Lageplan - Übersicht (heute)
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Lageplan - Übersicht der geplanten Maßnahme (Planung)
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Ausmass Lageplan

 

Cowi Mastabstand 

Corona-Pandemie, Tönnies-Fleischskandal, Klimakatastrophe und Insektensterben — die Zeichen der Zeit sind eindeutig: So wie bisher können wir nicht weitermachen!
Aber was passiert gerade in Mettingen?
Den Wunsch der Bevölkerung zum Umdenken völlig ignorierend, soll hier eine riesige Bullenmaststallanlage mit über 1000 Tieren gebaut werden. Dabei ist die Massentierhaltung mitverantwortlich für die größten Umweltprobleme unserer Zeit: Klimawandel, Verlust von Wäldern und Versiegelung von Böden, Artensterben sowie Verschmutzung von Luft, Böden und Gewässern.
Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass ein nun noch deutlich größerer Bullenmastbetrieb als der ohnehin schon riesige Ferkel- und Schweinestall in direkter Schulnähe gebaut werden soll. Im Vergleich zu den ehemals bestehenden und geplanten Schweinemastställen würden nach unserer Rechnung somit noch zusätzlich weitere 1.5ha bzw. 15.000 Quadratmeter Land bebaut und versiegelt werden. Das entspricht einer Fläche von mehr als 2 Fussballfeldern!
Und: Der neue Mastbetrieb rückt noch näher an die Schulen, Sportstätten und die Fangkampsiedlung — mit neuer Zufahrt und der Lage direkt an der Nordstraße. Wir haben eine Lagekarte erstellt, aus der man klar erkennen kann, was auf die Betroffenen zukommt.
Eine so enge Nachbarschaft von Mensch und Tier birgt nicht nur in Zeiten multiresistenter Keime und überschwappender Infektionen vom Tier auf den Menschen (sog. Zoonosen wie z.B. die Corona-Pandemie, Schweinegrippe etc.) ein Risiko.
 Auch brandschutztechnische Bedenken sind vor dem Hintergrund der Ausmaße und dem besiedelten Standort — sowie bestehender Erfahrungen — angebracht. Ebenso ist bei Brunnennutzung der extrem wasserintensiven Bullenmast (>35.000 Liter täglich!) ein Absinken des Grundwasserspiegels zu erwarten, mit negativen Auswirkungen für die nachbarschaftlichen Grundstücke.
Völlig unverständlich ist uns daher, dass nach Aussage sowohl des Bauamtsleiters der Gemeinde Mettingen als auch der zuständigen Genehmigungsbehörde in Steinfurt weder eine öffentliche Beteiligung, noch eine Änderung der für den ehemals geplanten, viel kleineren Schweinestalls erstellten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig sei — und eine Umwidmung ganz einfach von statten gehen könne.  Dabei sind — unabhängig von den genannten Aspekten— allein schon Emissionen wie Ammoniak und Methan bei einem Bullenstall 2.5-fach höher. Eine Vergleichbarkeit erschließt sich uns nicht.
Um diese Fakten objektiv einordnen zu können, werden wir die Unterstützung eines fachlich kompetenten Rechtsberaters brauchen. Hierzu sind wir auf Spenden angewiesen, damit wir für die Zukunft Mettingens sachkundige Antworten auf unsere Fragen einholen können.
Zwar wurde von der Gemeinde Mettingen das gemeindliche Einvernehmen für die Umwidmung in einen Bullenmaststall unter Verweis auf eine ungenügende Prüfzeit nicht erteilt. Wir als Bürgerinitiative sind aber der Meinung, dass die Verwaltung der Gemeinde Mettingen diese wichtigen Eckpunkte noch nicht nicht in ausreichendem Maße hinterfragt hat und sich eventuell auf die Entscheidung des Kreises Steinfurt zurück ziehen wird.
Mit anderen Worten: Wir brauchen „die Stimme des Volkes“! Unterstützen Sie unsere Arbeit durch Leserbriefe an die Zeitung, sprechen Sie Mitbürger an, die vielleicht noch nicht informiert sind — und machen Sie sich somit für unser Anliegen stark: für ein zukünftiges Mettingen mit einer ökologisch-nachhaltigen Landwirtschaft ! Es geht letztlich um uns und unsere nachfolgenden Generationen im Ort.


BI "gesunde Luft, gesunder Boden e.V.” —
Der Vorstand 1. Vorsitzender Gerhard Baune
2. Vorsitzender Christoph Middendorf