Die Blühstreifenaktion wird fortgesetzt !

 

Die Blühstreifenaktion wird fortgesetzt !
Klfeuerfalter

Werfen Sie, lieber Besucher unserer Homepage, doch erst einmal einen Blick auf das Foto mit dem Schmetterling. Toll, oder? Aber kennen Sie auch seinen Namen? Annika Brinkert von der Biologischen Station Steinfurt brauchte kein Lexikon, sie wusste es sofort: „Das ist ein Kleiner Feuerfalter, der stammt aus der Familie der Bläulinge. Ziemlich selten geworden!“
Schön, dass er wieder da ist, finden auch die Mitglieder des Vorstandes unserer Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V. Mettingen“. Der Vorstand hat gemeinsam mit Frau Brinkert als Spezialistin in diesem Frühjahr eine Blühstreifenaktion durchgeführt, bei der zunächst einmal ein Kilo einer ganz speziell zusammengestellten „regionalen Saatgut-Mischung“ an die Mitglieder der Bürgerinitiative verteilt wurden. Die Aktion sprach sich immer weiter herum, und so wurden aus einem Kilo insgesamt vier, und damit konnte man in Mettingen und Umgebung insgesamt viertausend m² bepflanzen. Auch manche private Investoren und Firmen stellten Flächen zur Verfügung, wobei sie sich ihre Saatgut-Mischung beim Hersteller (Saatgut Zeller) selbst besorgten.
Schon bald darauf wurden der BI erste Blüh-Erfolge mitgeteilt. Von bunter Pflanzenvielfalt war ebenso die Rede wie von einem Dauerbesuch von ganz vielen Insekten. Gerhard Baune, Vorsitzender der BI, beobachtete es selbst auf seinem kleinen Grundstück: „Schon beeindruckend! Der Blühstreifen befindet sich zwischen Hortensien, Azaleen und Dahlien. Und immer, wenn man sich mal umschaut, ist kaum eine Biene darauf zu sehen, aber in der Mitte, wo sich das regionale Blumensamenbeet befindet, toben sich Heerscharen von Insekten aus!“ Keine Frage: Die Blühstreifen wurden zur Freude für Auge und Ohren.

Niemand aber konnte voraussehen, wie niederschlagsarm der Sommer werden würde. Die Trockenheit setzte nicht nur den landwirtschaftlichen Nutzflächen, sondern auch unseren blühenden Pflanzen enorm zu, obwohl sie sich als durchaus robust erwiesen. Jeder, der die vertrockneten Pflanzen einfach abschnitt und sie auf dem Erdboden liegen ließ, machte es richtig, denn so gingen die gebildeten Samen nicht verloren. Erstaunlicherweise begannen zum Ende des Sommers, als es wieder geregnet hatte, sofort neue Bestandteile des Saatgutes zu sprießen und zu blühen, sodass sich ein ganz neues Farbenspiel ergab.
Was wäre aus der regionalen Saatgut-Mischung geworden, wenn der Sommer nicht so trocken gewesen wäre? Um das herauszufinden, hat der Vorstand der BI in seiner letzten Sitzung beschlossen, die gesamte Aktion auch im kommenden Frühjahr in gleicher Art und Weise fortzuführen. Vielleicht kommt der Kleine Feuerfalter dann auch in Ihren Garten.