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Anmeldung

Brandschutzkonzept

 

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(Symbolfoto)

 

Wir, der Vorstand der Bürgerinitiative "Gesunde Luft - Gesunder Boden e.V. Mettingen",  haben mit Bestürzung Kenntnis nehmen müssen von dem Großbrand in den Stallungen des Landwirtes Ludger Borchelt in Mettingen.
Wir sind damals, als es um die Genehmigung eines neuen, zusätzlichen Ferkelstalles ging, als Einwender aufgetreten, wobei sich unsere Schwerpunkte auf die Stichworte "Zufahrtswege", vor allem aber auf "Tierschutz" und "Brandschutz" konzentrierten.

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(IVZ vom 19.01.2016)

 

Leider haben sich viele unserer Befürchtungen, insbesondere zum Brandschutz, bewahrheitet.

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(Symbolfoto)


Diesbezüglich sind wir es nicht nur unseren Mitgliedern, sondern auch den Bürgern der Gemeinde Mettingen, den Schülern der angrenzenden Schulen:

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und auch der Umwelt schuldig, der Genehmigungsbehörde nachfolgende Fragen zu stellen.

Hier nun der Fragenkatalog den wir nun an die Genehmigungsbehörde, mit Datum vom 12.12.2018, gestellt haben:

 

"Wir bitten Sie hiermit um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wird das Brandschutzkonzept für den vom Landwirt Borchelt geplanten und von Ihnen genehmigten, neuen Ferkelstall aufgrund der
Erfahrungen aus dem Großbrand und den damit verbundenen Löschproblemen auf der Basis der damaligen Einwendungen einer erneuten Prüfung unterzogen?

2. Haben die Erfahrungen aus dem Brand Einfluss auf weitere Planungen und Genehmigungen von Ferkelaufzuchtställen ? Falls "Ja", welche Erfahrungen werden dann auf welche Weise umgesetzt ?
Wir denken bei dieser Frage auch an die anderen Großbrände in Stallanlagen in diesem Jahr; diese dürfen Sie in Ihre Antwort gerne integrieren.

3. Wir als Bürgerinitiative würden im Interesse unserer vielen einheimischen Mitglieder gerne erfahren, in welchem Umfang kontaminiertes Löschwasser in die Umwelt gelangt ist.

4. Können Sie Auskunft geben über die Messergebnisse der LANUV ?

5. Schließlich möchten wir erfahren, welche Behörde generell für die Überprüfung der Einhaltung von Brandschutzauflagen zuständig ist. Mit dieser zuständigen Stelle würden wir dann Kontakt aufnehmen, damit möglichst effizient weitere Brände vermieden werden können.

Wir würden uns über eine kurzfristige Antwort freuen und senden Grüße nach Steinfurt !

Bürgerinitiative Gesunde Luft - Gesunder Boden e.V. Mettingen"

Bienenbaum

 

Bürgerinitiative „Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.Mettingen“
Gerhard Baune, Vorsitzender


Hallo erst mal,

ein Sponsor und Gönner unseres Vereins "Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V." hat uns eine große Sachspende überreicht, die genau in das Jahresmotto "Insektenvielfalt vor Ort - Bienensituation in Mettingen - Blühstreifenaktion " passt:
Bei mir vor der Haustür liegen 300 stattliche Setzlinge der Baum- und Strauchsorte Euodia danielli, zu deutsch Honigesche, auch "Bienenbaum" genannt. Kein anderer Baum, kein anderer Strauch zieht mehr Bienen an. Dass wir mehr Bienen brauchen, muss ich Ihnen als Naturfreund nicht mehr erklären.
Näheres finden Sie ohnehin im Anhang.

Der Spender möchte gerne anonym bleiben, das respektieren wir selbstverständlich.

Die Setzlinge, jeweils bereits ca. 1,40 m groß, müssen noch vor der Frostperiode in die Erde, und viele Interessenten werden ihre Vorbestellungen in der nächsten Woche abholen. Ein Restbestand ist aber verblieben. Daher: Seien auch Sie dabei!

Die Abhol-Adresse :  Gerhard Baune 
  Woorteweg 1
  49497 Mettingen
  Tel 0172- 93- 92-232


Die Bürgerinitiative verfährt mit diesen Setzlingen, die im Internethandel je Stück einen Wert von mindestens 30,-€ (wow!) repräsentieren, genauso wie mit den Samentüten zur Blühstreifenaktion 2017: Die Abgabe der Setzlinge erfolgt prinzipiell kostenlos, ehrlich, aber für eine Spende in die Vereinskasse sind wir stets dankbar. Mit den Spenden wollen wir die Blühstreifenaktion des kommenden Jahres wieder anschieben, die nach diesem trockenen Sommer im kommenden Frühjahr eine Fortsetzung erfahren soll.
Mindestabgabe der Bienenbäume aus genetischen Gründen: zwei Setzlinge (männlich/weiblich).

Holen Sie sich, falls Sie Interesse und freie Gartenflächen haben, so viele Setzlinge, wie Sie pflanzen können. Beachten Sie dabei, dass Sie es mit Ihrer Rosenschere in der Hand haben, ob jede Pflanze zum Baum mit max. 5m Höhe oder als Strauch bis zu 3m hoch werden soll. Im Zentrum des Interesses sollten dabei die Bienen stehen, klar.

Pflanzanleitung: Wurzeln eine Nacht ins Wasser stecken, tags darauf einpflanzen. Die Setzlinge werden vielleicht im kommenden Sommer noch nicht blühen können, denn sie sind von der Baumschule gerade erst fachgerecht gestutzt worden, und Umpflanzung und Strauchschnitt müssen von den Pflanzen erst einmal verkraftet werden.
Aber im Jahr darauf füllen bereits drei kleine Blüten einen einzigen "Bienenmagen", logisch, so erklärt sich der Spitzname der Pflanze.  Und der Bienenbaum entwickelt viele Blüten, sehr viele...

Im Auftrage der Bienen in unserer Region,
Gerhard Baune

 

honigesche

Vortrag über den Einfluss von Umweltgiften

 

Vortrag über den Einfluss von Umweltgiften

Die Bestäubungsleistung von Insekten ist immens. Nicht nur die Honigbiene, sondern auch Wildbienen und Schwebfliegen sind für die Befruchtung von Obst, sowie Feld- und Gartenfrüchten unersetzlich.  Der BUND schätzt diese Leistung europaweit auf jährlich 14,2 Mrd. ein. Aber nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch die Qualität der Früchte (z.B. Fruchtgröße, Süße etc.) wird von Insekten als Bestäubern beeinflusst. Entscheidend für Fruchtansatz und Samenausbildung ist dabei die Vielfalt der bestäubenden Insektenarten.

Aufgeschreckt durch Befunde über den dramatischen Rückgang an Insekten, wird von Naturschutz- und Imkerverbänden, sowie Bürgerinitiativen versucht gegenzusteuern. Hilfe erhielten diese durch Wissenschaftler wie Prof. Dr. Menzel vom Institut für Biologie-Neurobiologie der Freien Universität Berlin. Mit Ergebnissen empirischer Studien konnte seine Forschungsgruppe dazu beitragen, dass drei besonders häufig genutzte Neonicotinoide (Neonics) als Beizmittel für die Freilandnutzung in der EU verboten wurden.

Es ist der ANTL (Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Tecklenburger Land) in Zusammenarbeit mit dem Kreisimkerverein Tecklenburger Land gelungen, mit Prof. Randolf Menzel einen der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Nervensysteme und des Gedächtnisses der Insekten für einen Vortrag über die Wirkung von Umweltgiften zu gewinnen. Da die neuronalen Prinzipien des Gedächtnisses speziesübergreifend sind, sind die Ergebnisse von Menzels Arbeit auch für das menschliche Gedächtnis interessant.
Der auch für Laien verständliche Vortrag, mit dem Thema:

„Wie Umweltgifte die Intelligenz der Bestäuber schädigen“

wird von einer Power-Point-Präsentation unterstützt. Nach dem Vortrag ist eine Diskussion  vorgesehen.


Der Vortrag findet am 28.September im Großen Saal des
Hotels Telsemeyer in Mettingen,
Sunderstr. 2 statt.

Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Blühstreifenaktion wird fortgesetzt !

 

Die Blühstreifenaktion wird fortgesetzt !
Klfeuerfalter

Werfen Sie, lieber Besucher unserer Homepage, doch erst einmal einen Blick auf das Foto mit dem Schmetterling. Toll, oder? Aber kennen Sie auch seinen Namen? Annika Brinkert von der Biologischen Station Steinfurt brauchte kein Lexikon, sie wusste es sofort: „Das ist ein Kleiner Feuerfalter, der stammt aus der Familie der Bläulinge. Ziemlich selten geworden!“
Schön, dass er wieder da ist, finden auch die Mitglieder des Vorstandes unserer Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V. Mettingen“. Der Vorstand hat gemeinsam mit Frau Brinkert als Spezialistin in diesem Frühjahr eine Blühstreifenaktion durchgeführt, bei der zunächst einmal ein Kilo einer ganz speziell zusammengestellten „regionalen Saatgut-Mischung“ an die Mitglieder der Bürgerinitiative verteilt wurden. Die Aktion sprach sich immer weiter herum, und so wurden aus einem Kilo insgesamt vier, und damit konnte man in Mettingen und Umgebung insgesamt viertausend m² bepflanzen. Auch manche private Investoren und Firmen stellten Flächen zur Verfügung, wobei sie sich ihre Saatgut-Mischung beim Hersteller (Saatgut Zeller) selbst besorgten.
Schon bald darauf wurden der BI erste Blüh-Erfolge mitgeteilt. Von bunter Pflanzenvielfalt war ebenso die Rede wie von einem Dauerbesuch von ganz vielen Insekten. Gerhard Baune, Vorsitzender der BI, beobachtete es selbst auf seinem kleinen Grundstück: „Schon beeindruckend! Der Blühstreifen befindet sich zwischen Hortensien, Azaleen und Dahlien. Und immer, wenn man sich mal umschaut, ist kaum eine Biene darauf zu sehen, aber in der Mitte, wo sich das regionale Blumensamenbeet befindet, toben sich Heerscharen von Insekten aus!“ Keine Frage: Die Blühstreifen wurden zur Freude für Auge und Ohren.

Niemand aber konnte voraussehen, wie niederschlagsarm der Sommer werden würde. Die Trockenheit setzte nicht nur den landwirtschaftlichen Nutzflächen, sondern auch unseren blühenden Pflanzen enorm zu, obwohl sie sich als durchaus robust erwiesen. Jeder, der die vertrockneten Pflanzen einfach abschnitt und sie auf dem Erdboden liegen ließ, machte es richtig, denn so gingen die gebildeten Samen nicht verloren. Erstaunlicherweise begannen zum Ende des Sommers, als es wieder geregnet hatte, sofort neue Bestandteile des Saatgutes zu sprießen und zu blühen, sodass sich ein ganz neues Farbenspiel ergab.
Was wäre aus der regionalen Saatgut-Mischung geworden, wenn der Sommer nicht so trocken gewesen wäre? Um das herauszufinden, hat der Vorstand der BI in seiner letzten Sitzung beschlossen, die gesamte Aktion auch im kommenden Frühjahr in gleicher Art und Weise fortzuführen. Vielleicht kommt der Kleine Feuerfalter dann auch in Ihren Garten.

Referat über „die Bienen in unserer heutigen Natur“

Es waren beeindruckende Bilder und Videosequenzen, die das Referat über „die Bienen in unserer heutigen Natur“ prägten.

Die Bienenkenner Horst Heemann und Reinhard Gilhaus, beide aus Ibbenbüren, hatten sich spontan bereiterklärt, über die Situation der Bienen im Rahmen der Jahresversammlung der Mettinger Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“   zu referieren. Das gut 90-minütige Referat beschloss am Dienstag die Jahresversammlung im Ratssaal, in der zuvor der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Gerhard Baune, über die Vielzahl der Aktivitäten berichtet hatte, die das vergangene Jahr geprägt hatten.
Im Zentrum der Aktionen der BI stand dabei die vielbeachtete und sehr erfolgreiche „Blühstreifenaktion“, die nach einem aufrüttelnden Vortrag von Annika Brinkert (Biologische Station Steinfurt) von der BI durchgeführt wurde. Viele Tüten an regional angepasstem Saatgut konnten so an die Mettinger Bevölkerung verteilt werden, und auf diese Weise erwuchs auch in vielen Nachbarorten das Interesse an der Aktion. Auch Gruppen, Firmen und Stiftungen beteiligten sich, und auf diese Weise wurde die BI auch außerhalb der Dorfgrenzen bekannt. Auf vielen tausend Quadratmetern wachsen zurzeit einheimische Pflanzen heran, die von unseren heimischen Bienenarten auch erkannt werden und diese damit anlocken. Wie wichtig es ist, wenn Bienen von der Schneeschmelze bis hin zum Ende des Herbstes ohne Unterbrechungsphasen mit einem unbelastetem Nektar- und Pollenangebot versorgt werden, ging aus dem Referat des Expertenduos klar hervor.
Bienen müssen sich bevorraten, um im Winter überleben zu können. Fehlt ihnen ein Zeitraum an blühenden Pflanzen, so verhungern sie.

Damit erfuhren die anwesenden Mitglieder der BI unmissverständlich, dass weder Wild- noch Honigbienen heute ohne die Mithilfe des Menschen noch überlebensfähig sind. Auf der anderen Seite mag man sich als Mensch besser nicht ausmalen, was passiert, wenn noch mehr Bienen von der Bildfläche verschwinden. Dabei sind Bienen, so hörte man erstaunt, sind die produktivste Tierart der Welt: Ein normales, gesundes Bienenvolk in unserer Region produziert im Verhältnis 500:1 etwa 300kg Honig sowie das Wachs für etwa sechs Teelichte.

Eindrucksvolle Powerpoint-Fotos zeigten die heutige, stark veränderte Situation vor Ort: Ausgeräumte, verlassene Bienenhotels waren ebenso zu sehen wie die von Brutparasiten und Schmarotzern wie etwa der Gemeinen Goldwespe angerichteten Schäden. Wildbienenarten, die sich 2000 auf den Feldern direkt vor dem Kraftwerk am üppigen Angebot an Weißklee, Naturkornblumen und Klatschmohnn gütlich tun, sind heute kaum noch zu sehen – ihr Nahrungsangebot fehlt. Die Gründe für das Fernbleiben sahen die Referenten in dem Mix aus Einsatz von Spritzmitteln und zu reichhaltigem Dünger, in den zunehmenden Monokulturen und in der Beseitigung von ehemaligen Blühflächen. Das aber gelte für Land und Stadt . Hier kann und muss der Mensch Abhilfe schaffen. Als Konsequenz erklärten die Referenten, dass das Ziel immer die Balance sein müsse, z.B. die aus der reichhaltigen Natur und den Interessen der Landwirtschaft, die Balance aus einem Konsens für einen gesamtgesellschaftlich gangbaren Weg und der angemessenen, wohljustierten Stellschraube aus wirtschaftlichen und ethischen Interessen. Damit erwies sich die Arbeit der Bürgerinitiative auch im Nachhinein als wertvoll und richtig.

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(Horst Heemann, Vorsitzender BI Gerhard Baune und Reinhard Gilhaus)

Info zur Mitgliederversammlung am 12.Juni 2018

Rettet die Bienen

„Rettet die Bienen!“, so forderte es der „Stern“ vor zwei Wochen auf seiner Titelseite, und im umfangreichen und gut illustrierten Beitrag malte der „Stern“ ein eher dramatisches, eher düsteres Bild von der weltweiten Situation der Bienen. Freilich gab es auch Anzeichen von Optimismus und Hoffnungsschimmern, wenn weltweit die Bedeutung der Bienen in einen zentralen Fokus rückt und es in der Folge zu einem Umdenken in der Weltbevölkerung kommt. Vielleicht hat dieses Umdenken vor Ort ja schon eingesetzt, aber wie kann man das nachweisen? Immer wieder ist von neu angelegten Blühstreifen in Mettingen und Umgebung die Rede, bei denen bewusst Pflanzen aus der heimischen Region gesät werden, die von Bienen als „bekannt“ und „heimisch“ erkannt werden. Einen wichtigen Impuls hierzu hat die Mettinger Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ zu Beginn des Jahres gesetzt, als sie in einer öffentlichen Veranstaltung mithilfe eines vielbeachteten Referates (Annika Brinkert) zur Schaffung von Blühstreifen aufrief. „Ohne Raupe keine Meise!“ hieß es damals, und die Referentin warnte mit eindringlichen und klaren Worten vor weiteren Schäden für das sensible Ökosystem. Wie sieht es denn mit der Insektenwelt in Mettingen aus? Was ist aus der damals angeregten Blühstreifenaktion geworden? Wie funktioniert die Welt der Bienen innerhalb dieses Ökosystems, und wie ist deren Situation in Mettingen und Umgebung? Was können wir vor Ort, was kann ich direkt vor meiner Haustür tun? Fragen über Fragen, die nur lokale Bienen-Experten beantworten können. Hierzu hat die Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ mit den Ibbenbürener Bienen-Fachkennern Horst Heemann und Reinhard Gilhaus zwei Referenten von Rang für einen aufschlussreichen Beitrag gewinnen können: „Die Biene in unserer heutigen Natur“ ist das Referat überschrieben, das das Experten-Team am Dienstag, 12.Juni 2018, ab 19.30 Uhr im Ratssaal der Gemeinde (Telsemeyer/Patte) im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung vortragen wird. Die Referenten betonten, dass sie an keinerlei Schuldzuweisungen interessiert sind, wohl aber den derzeitigen lokalen Ist-Zustand der Imkerei mit klaren Worten darstellen werden.   Zur Teilnahme werden die Mitglieder hiermit noch einmal herzlich eingeladen. Man darf gespannt sein.

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Foto eines Mitgliedes zur Blühstreifenaktion

Mitgliederversammlung

Einladung zur Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative
„Gesunde Luft – Gesunder  Boden e.V. Mettingen“

am Dienstag, 12.Juni 2018, ab 19.30 Uhr
Restaurant Telsemeyer/Patte, 49497 Mettingen.

Hierzu sind alle Mitglieder der Bürgerinitiative hiermit herzlich eingeladen.
Gespannt darf man auf den Jahres-Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Gerhard Baune sein, der auf ein äußerst bewegtes und vielseitiges Jahr zurückblicken wird.
In diesem Jahr finden keine Vorstandswahlen statt, und deshalb dürfte es relativ rasch zum zentralen Thema des Abends kommen: „Die Biene in unserer heutigen Natur“, so überschreiben die regionalen Experten Horst Heemann und Richard Gilhaus ihr Referat über  ein Thema, das selbst der „Stern“ in seiner Ausgabe 22/2018 zum zentralen nationalen Thema macht. In der Mitgliederversammlung wird das Thema eher regional, also auf die hiesige Umwelt hin beleuchtet.

 

Blühstreifen – Wildblumensamen – Aktion

Informationen zu unserer großen Blühstreifen – Wildblumensamen – Aktion:

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Sie haben schon ein Samentütchen erhalten ? Dann zunächst einmal ein paar Hinweise zur Aussaat:

---Aussaat Ende März bis Juni, sonniger Standort
---Saatgut nur leicht andrücken, aber nicht in den Boden einarbeiten
---Feucht halten
---1 Gramm reicht für einen m²
---weitere Infos unter www.wege-zur-vielfalt.de  (und hier steht auch, wie viele Institutionen und Behörden und Institute und Landesämter und Bundesministerien an der Entwicklung ihre Finger im Spiel hatten, lohnt sich!)

Sie wissen von überhaupt nichts? Dann bitte hier weiterlesen:
Bei uns in Mettingen gibt es kaum noch Insekten, Bienen, Hummeln, Schmetterlinge. Das darf so nicht bleiben, denn der natürliche Kreislauf erscheint gestört. Wir, die Mettinger Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ steuern dagegen. Da war zunächst das Leitwort unseres (verstorbenen) Vorstandsmitgliedes Helmut Lindemann, der uns zu unserer Aktion anregte mit dem Leitwort: „Ohne Raupe keine Meise!“ Frau Annika Brinkert von der Biologischen Station Kreis Steinfurt referierte dazu in einem vielbeachteten Vortrag (Februar 2018, Ratssaal) darüber, was jeder Einzelne beitragen könne. Eines der Ergebnisse: Insekten anlocken!  Und wir können was tun!

Informationen zum Produkt selbst:
Offiziell heißt unsere Samenmischung so: (übersetzen wir später in unser Deutsch)

Regiosaatgutmischung Feldraine und Säume
90% Kräuter & Leguminosen / 10% Gräser
HK 2 / UG2 - Westdeutsches Tiefland mit Unterem Weserbergland
und angrenzend nach RegioZert®

...und das heißt in unserem Deutsch: Hier hat sich eine Firma genau angesehen, welche typischen, alt-eingesessenen Blumen, Kräuter und Gräser sich immer schon in unserem westdeutschen Tiefland an Feldrändern, an Gräben und in Gärten angesiedelt haben. Es ist klar, dass Insekten, besonders aber Bienen, Hummeln, Schmetterlinge etc. diese Blumen und Kräuter bevorzugt anfliegen, weil sie diese nun mal wiedererkennen. Insekten gibt es aber immer weniger. Unser Ziel ist es, in Mettingen „unsere“ Insekten wieder anzulocken, indem wir ihnen Blütennektare anbieten, die sie kennen. Und das dauerhaft.

Hersteller und Vertreiber ist die Firma Saaten Zeller : http://www.saaten-zeller.de/
Und diese Firma beschreibt ihr Produkt so:
---arten-und blütenreich
---gut für Insekten, Vögel und Säugetiere
---eine Freude für die Menschen in der Region
---was drin ist, steht auf dem Infoblatt.

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Zum Schluss sind wir auch mal selbst dran:
Zuerst mal besten Dank! Wir, die Vorstandsmitglieder der Mettinger Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“, sind nämlich positiv überrascht von der Resonanz unserer „Blühstreifen-Aktion“. Immer wieder trudeln bei Gerhard Baune, unserem Vorsitzenden, Mails ein, in denen interessierte Mettinger Bürgerinnen und Bürger nach dieser Saatmischung fragen, indem sie ihm unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mitteilen, wie viele Quadratmeter an freier Fläche sie für diese Mettinger Blühstreifen-Aktion zur Verfügung stellen können. Das freut uns sehr! Schreiben Sie uns unter der genannten Mail-Adresse ganz einfach, wieviele m² es bei Ihnen sein könnten. Die Formel ist dann ganz einfach: Ein m² Boden braucht ein Gramm Samen. Das erste Kilo an Samen ist mehr oder weniger vergeben, ein zweites ist bestellt, und daher gilt:
MACHEN AUCH SIE MIT !!!

Und am Ende melden sich solche Leute immer mit dem Thema Geld/Finanzierung, wetten, dass?
Nein, nicht bei uns.
Sie erhalten Ihr Tütchen an Wildblumensamen nämlich nach wie vor kostenlos, egal ob es sich um einen 0,3 m² großen Balkonkübel oder um 100 m² Gartenbeet handelt.

Trotzdem kostet uns das alles natürlich Geld, und wegen des besonderen Zuschnittes dieser Samen-Mischung ist das nicht gerade wenig:
Eine Tüte mit einem Kilo dieses Spezial-Samens kostet wirklich 91,- €.
Einundneunzig!
Aua!

Hinzu kommt das Lieblingswort unseres Staates, nämlich die Mwst.
Aua!

Hinzu kommt noch was, nämlich das Lieblingswort der DSL: Verpackung/Transport.
Wir sind damit bei über 100,-€ je Kilo.
Weia!

Aber Hoffnung keimt auf: Unser Vereinsmitglied Anne Baune hat das erste Kilo Wildblumensamen der Bürgerinitiative gespendet (Danke, Anne!), aber für die Vorfinanzierung des zweiten Kilos sollte unser niedliches Vereins-Sparschwein immer wieder mal eine -freiwillige- Mastkur genießen, damit auch ein drittes  Kilo bestellt werden kann. Das zuständige Schweinchen reist bei jeder Auslieferung hoffnungsvoll grinsend mit, denn uns geht das Herz auf, wenn das Gleiche bei Ihrem Portemonnaie geschieht.

Was hinter diesen markigen Sätzen steckt?
Letztlich dient das alles uns, uns Mettingerinnen und Mettingern ! Es dient der Natur!
Unserer Natur!
Es dient damit Ihnen!
Und wir, die Initiative, sind gespannt, was unsere Pflanzaktion ergeben wird. Seien auch Sie gespannt! Beobachten Sie, was sich vor Ihrer Haustür abspielt! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Schicken Sie uns Fotos! Wir kümmern uns !

Mitmachen, Mitglied werden, den bürokratischen Kram machen wir für Sie...

Für die Bürgerinitiative,
Gerhard Baune

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Gülleverordnung

Die Gülleverordnung gilt für ganz Deutschland. Seit dem 1. Februar ist die Sperrfrist für das Ausbringen von Gülle abgelaufen. Grundsätzlich müssen sich Landwirte daran halten, dass nicht mehr als fünf Zentimeter Schnee liegen dürfen, wenn sie mit ihren Fahrzeugen ausrücken. Außerdem darf keine Gülle gefahren werden, wenn der Boden durchgängig gefroren ist und im Verlauf des Tages nicht oberflächig auftaut.

Wann darf keine Gülle ausgebracht werden?

Wenn ein Landwirt Gülle auf seinen Feldern ausbringen möchte, muss er neben dem Nährstoffbedarf der Pflanzen ein paar andere grundsätzliche Regeln einhalten, die auch zur guten fachlichen Praxis beim Düngen gehören. Ziel ist, dass die Gülle schnell in den Boden eindringt, damit die gasförmigen Nährstoffverluste reduziert werden. Gleichzeitig sinkt die Geruchsbelästigung deutlich. Zusätzlich sollen die Nährstoffe schnell von den Bodenpartikeln (Ton- und Humusteilchen) gebunden werden können. Im Wurzelraum stehen die Nährstoffe den Pflanzen dann kurz- und mittelfristig zur Verfügung. Bei der Gülleausbringung muss gewährleistet werden, dass die Nährstoffe nicht ins Oberflächen- oder Grundwasser gelangen. Aus diesem Grund sagt der Gesetzgeber, dass bei folgenden Gegebenheiten keine Gülle, Jauche, Geflügelkot, Festmist, Kompost sowie stickstoff- und phosphathaltige Mineraldünger ausgebracht werden dürfen:

  •     Der Boden darf nicht wassergesättigt sein. Ist er wassergesättigt, nimmt er kein weiteres Wasser mehr auf. Erkennbar ist dies daran, dass auf freier, ebener Fläche - nicht in den Fahrspuren! - Wasserlachen entstehen. Beim Kneten des Bodens in der Hand tritt Wasser aus den Poren.
  •     Der Boden darf nicht überschwemmt sein.
  •     Der Boden darf nicht durchgängig gefroren sein.
  •     Der Boden darf nicht schneebedeckt sein.

 

Eine Grundlage für das Aufbringen von Gülle ist u.a. die Wetterprognose vom Deutschen Wetterdienst (DWD)

Quelle:
2018 02 08Deutscher Wetterdienst Leistungen Bodenfrost Deutschland

 

Ausschnitt aus den entsprechenden Bodenfrosttabelle (Stationsdaten)
2018 02 08 21 51 58 Wetter und Klima Deutscher Wetterdienst Leistungen Bodenfrost Stationsdat

 

Demnach dürfte der Boden durchgängig gefroren sein.

Dennoch zeigt sich leider (wieder einmal!) an machen Stellen nachfolgende Situation:
Aktuelle Bilder aus Mettingen, Wiesenweg unweit des Modellflugplatzes
2018 02 08 22 19 42 Die Güllesaison hat begonnen 720

2018 02 08 22 20 34 Die Güllesaison hat begonnen720

 

 

Auf der Spur der Superkeime

Panorama - die Reporter - 06.02.2018 21:15 Uhr

2018 02 06 23 15 17 Auf der Spur der Superkeime NDR.de Fernsehen Sendungen A Z Panorama die

NDR Reporter haben Gewässerproben aus Niedersachsen auf antibiotikaresistente Keime untersuchen lassen. Überall wurden sie fündig. Das Umweltbundesamt fordert Konsequenzen.

Oder hier: Link

NDR:
Gefährliche Keime in Bächen, Flüssen und Seen
von Christian Baars, Oda Lambrecht

Ein Mann fällt in einen Bach, ertrinkt fast. Im Klinikum finden die Ärzte multiresistente Erreger in seiner Lunge. Kurz darauf stirbt der Mann. Die genaue Todesursache bleibt ungeklärt. Klar ist aber: Nach dem Todesfall untersucht das Gesundheitsamt das Bachwasser und entdeckt tatsächlich gefährliche, resistente Keime. Diese Meldung aus Frankfurt vom vergangenen Frühjahr war der Anlass für eine monatelange Recherche und eine Reise quer durch Niedersachsen. Journalisten der NDR Sendung Panorama - die Reporter wollten wissen, ob möglicherweise auch hier solche Keime in Gewässern zu finden sind.
Sie haben an insgesamt zwölf Stellen Proben genommen: aus Bächen, Flüssen und an zwei Badeseen, dem Zwischenahner Meer und der Thülsfelder Talsperre. Renommierte Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden und des Universitätsklinikums Gießen haben diese anschließend auf multiresistente Erreger untersucht - also auf Keime, gegen die viele Antibiotika nicht mehr wirken. Und überall wurden sie fündig.
Alarmierende Ergebnisse

"Das ist wirklich alarmierend", sagt der Antibiotika-Experte Dr. Tim Eckmanns vom Robert-Koch-Institut zu den Funden. "Die Erreger sind anscheinend in der Umwelt angekommen und das in einem Ausmaß, das mich überrascht." Klar war zwar bislang, dass Antibiotika-resistente Erreger in der Umwelt zu finden sind und sich dort ausbreiten können. Wie stark Gewässer belastet sind, ist allerdings weitgehend unbekannt, da es bislang keine systematischen Kontrollen auf solche Erreger gibt.
Resistenzen gegen wichtige Reserve-Antibiotika
Eine Agarplatte mit Bakterien. © NDR
Bei den Untersuchungen wurde nach Bakterien gesucht, die als besonders problematisch gelten und die in der Umwelt vorkommen können.

Die Ergebnisse der Proben haben so auch die beteiligten Forscher überrascht. In der Art und Vielzahl hatte sie vorher niemand erwartet. In allen überprüften Gewässern wiesen die Wissenschaftler auch Erreger nach, bei denen besonders wichtige Medikamente, sogenannte Reserveantibiotika, nicht mehr wirken.

Bei den gefundenen Keimen handelt es sich um multi-resistente gram-negative Bakterien (MRGN). Sie bereiten Ärzten zunehmend Sorge - mittlerweile deutlich mehr als die bekannten MRSA-Erreger. Denn sie können zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, die schwer zu behandeln sind. Und die Zahl der Infektionen durch solche Erreger steigt. In Deutschland sterben Schätzungen zufolge mehrere tausend Menschen proJahr an Erkrankungen durch multiresistente Keime. Gefährdet sind insbesondere vorerkrankte, geschwächte Menschen, aber auch Ältere oder Neugeborene.

Themenabend

Wie bereits angekündigt, lädt die Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ am Dienstag, 30.Januar, ab 18.30 Uhr zu einem Themenabend in den Ratssaal des Hotel Telsemeyer ein. Zwei renommierte Fachleute werden dort über den Schwerpunkt „Ohne Raupe keine Meise – Artensterben in der hiesigen Kulturlandschaft“ referieren, und es besteht in dieser öffentlichen Veranstaltung auch die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen. Die Referenten des Abends:


Dr. Michael Harengerd
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wird die Relation „Landwirtschaftliche Kreis-und Ortsvereine  /  Naturschutzverbände“ näher beleuchten. Er, der der ehemalige Studienrat am Augustinianum in Greven, sitzt seit Jahrzehnten für viele Naturschutzverbände als beratendes Mitglied im Regionalrat (früher „Bezierksplanungsrat“). Er ist Mitglied im Landesvorstand des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V.) und war von 1992 bis 1998 dessen Landesvorsitzender. Dr.Harengerd ist Vorsitzender des Vereins „Biologische Station Rieselfelder Münster e.V. “ und Leiter der Station, die es bereits seit 49 Jahren gibt. Dr.Harengerd sagte der Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ seine Teilnahme als Referent ohne zu Zögern zu.

 

AnnikaBrinkert 2Mit Annika Brinkert, gebürtig aus Oberhausen und wohnhaft in Münster, konnte eine Referentin gewonnen werden, die an der Uni Münster sowohl das Bachelor of Science- als auch das Masterstudium of Science in Landschaftsökologie erfolgreich abgeschlossen hat. Ihre Masterarbeit beschäftigte sich in Kasachstan mit der Entwicklung von Ackerbrachen und Steppen nach dem Zusammenbruch der UdSSR in Abhängigkeit von der Beweidung dieser Flächen. Unmittelbar nach der Beendigung des Studiums im Jahre 2012 erhielt Annika Brinkert den Auftrag zur  floristischen Kartierung im thüringischen Hainich und der Tagfalter-Kartierung an der hessischen Bergstraße. Seit dem Januar 2013 arbeitete sie als Vegetationsökologin in der Funktion einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin an der „Biologischen Station Kreis Steinfurt“. Parallel dazu arbeitete sie bis zum Juni 2017 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Landschaftsökologie der Uni Münster und begleitete dort das Projekt „Fit für den Klimawandel“. Seit Juni 2017 arbeitet Annika Brinkert in Vollzeit in der „Biologischen Station Kreis Steinfurt e.V.“. Dort geht es ihr seit dem Beginn des Jahres 2018 um das Projekt „Hotspot goes LEADER – blühende Säume im Tecklenburger Land“. Hier werden parallel zum Projekt „Wege zur Vielfalt“ arten- und blütenreiche Säume in der Agrarlandschaft angelegt werden, und deren langfristige Pflege soll sichergestellt werden, auch in Mettingen. Wie wichtig Frau Brinkert auf diesem Gebiet die Sensibilisierung und die Information der Bevölkerung ist, mag aus der Tatsache hervorgehen, dass auch Frau Brinkert der Mettinger Bürgerinitiative unmittelbar zugesagt hat, als Referentin an diesem Abend mitzuwirken, und sie wird für jeden Besucher sogar ein kleines Tütchen mit speziell zusammengestellten Wildblumensamen mitbringen.
Die Bürgerinitiative „Gesunde Luft- Gesunder Boden e.V.“ freut sich schon im Vorfeld über eine Vielzahl von Interessierten, die ihre Teilnahme an diesem Themenabend fest zugesagt haben.

 

Im Anschluss noch zwei Links zum regionalen Saatgut von Frau Brinkert:

http://www.rieger-hofmann.de/index.php?id=sortiment
http://www.saaten-zeller.de/produkte


 

Weitere interassente Informationen zum Thema "Wie sehr schaden Neonicotinoide den Bienen tatsächlich? - Spektrum der Wissenschaft", können aus dem nachstehenden Link eingesehen werden.

http://www.spektrum.de/news/wie-sehr-schaden-neonicotinoide-den-bienen-tatsaechlich/1523993

 

Referenten:

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Dr. Michael Harengerd

 

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Annika Brinkert

Ohne Raupe keine Meise!

Ohne Raupe keine Meise!

Der Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ geht es nicht nur darum, weitere Bauten von Mastställen in unmittelbarer Siedlungsnähe zu verhindern, sondern in Mettingen das zu erreichen und zu bewahren, was die Bürgerinitiative schon in ihrem Namen beschreibt.
Obwohl zurzeit noch die Arbeiten an einer „Wasserqualitäts-Landkarte“ für stehende und fließende Gewässer weitergehen, brennt schon das nächste Thema unter den Nägeln: „Ohne Raupe keine Meise!


Im Untertitel wird man genauer: Es geht der Bürgerinitiative um die Beobachtung des „Artensterbens in der hiesigen Kulturlandschaft“.
- Wie sieht es aus mit dem Bestand an Insekten?
- Haben wir genug Bienen?
- Warum bleiben so viele Vögel weg?
- Wer hat Schuld, sollten die Bestandszahlen nicht stimmen?
- Was wird durch Monokulturen verursacht?
- Was können wir tun?
- Inwieweit kann ich selbst mithelfen?

 

Mit einem Vortragsabend wendet sich die Bürgerinitiative jetzt an die interessierte Öffentlichkeit in und um Mettingen.

Sie veranstaltet am

Dienstag , 30.Januar, schon ab 18.30 Uhr einen Informationsabend
im Ratssaal des Hotels Telsemeyer/Patte

zu dem ausdrücklich nicht nur die Mitglieder der Bürgerinitiative eingeladen sind.
Mit dem Biologen und beratendem Mitglied für die Naturschutzverbände im Regionalrat, Michael Harengerd, sowie der Vegetationsökologin an der Uni Münster, Annika Brinkert (derzeitiges Projekt:“Fit für den Klimawandel!“) , konnte die Bürgerinitiative zwei renommierte Referenten gewinnen, die z.T. mit Power-Point-Unterstützung den Ist-Zustand beschreiben, aber dabei auch in unmissverständlicher Sprache den Finger in die Wunde legen.

Und als kleine Antwort auf die Frage:
„Was kann ich tun?“
liegt für jeden Besucher ein Tütchen mit regionalem Saatgut an heimischen Wildpflanzen bereit, die ein gutes Nahrungsangebot für Insekten darstellen.

Gerhard Baune,
Vorsitzender

Kleiner Rückblick

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu, für den Vorstand der Bürgerinitiative "Gesunde Luft - Gesunder Boden e.V." ein willkommener Anlass, all seinen Mitgliedern einen guten Rutsch in ein  Jahr zu wünschen, das uns allen viel Erfolg und Gesundheit bescheren möge.


 
Kleiner Rückblick:

Auch unserem energischen Engagement ist es zu verdanken, dass der viel diskutierte Ferkelstall in der Nähe der KvG-Schulen noch immer nicht steht, obwohl er laut den Bauunterlagen bereits seit dem 1.September 2015 in Betrieb sein sollte...
 
Noch immer laufen unsere Untersuchungen der Wasserqualität in Mettingen, und für diese Aufgaben suchen wir nach wie vor Freiwillige, die sich bereit erklären, bei der Entnahme von Wasserproben wie auch bei der Analyse der Ergebnisse mitzuwirken. Geben Sie sich einen Ruck und wenden Sie sich an uns!  Am Ende soll eine doppelte Gewässer-Zustandskarte stehen, die sich auf die stehenden als auch auf die fließenden Gewässer in unserem Heimatort bezieht. Wir steuern dabei die gleichen Entnahmestellen immer wieder an, damit wir wissen, WANN, WO und WELCHE Schadstoffe im Laufe eines Jahres gemessen werden.
Die Arbeiten, wie gesagt, laufen derzeit.
 

Themenabend:

Aber die nächsten Aufgaben brennen uns schon jetzt unter den Nägeln:
Das Artensterben ! Nehmen Sie sich schon mal den Terminkalender für 2018 zur Hand und tragen Sie unsere Einladung zu einem Themenabend ein, den wir "Ohne Raupe keine Meise - Artensterben in der hiesigen Kulturlandschaft" genannt haben.

Der Termin:
30.01.2018, ab 18.30 Uhr,
voraussichtlich wieder im Ratssaal bei Telsemeyer.

Wir haben dazu mehrere Wissenschaftler gewinnen können, und diese werden uns die Situation in Mettingen verständlich und direkt erklären können. Und auch die Antworten auf die Frage, was wir tun können, werden sie beantworten können. Das kann schon in Ihrem Garten beginnen. Sie sind auf jeden Fall herzlich eingeladen!
 

Mitgliederversammlung:

Ebenso haben wir den Termin der nächsten Mitgliederversammlung bereits festgelegt:

Dienstag, 12.Juni 2018,
19.30 Uhr
Ratssaal Telsemeyer
 

Ihnen alles Gute!
 
Gerhard Baune,
Vorsitzender
Christoph Middendorf
2.Vorsitzender

Neue Satzung!

Hier finden Sie unsere neue Satzung vom 13.06.2017.

 

Ordentliche Mitgliederversammlung

der Bürgerinitiative Gesunde Luft- Gesunder Boden

am 13. Juni 2017 um 19.30 Uhr
Restaurant Telsemeyer, 4947 Mettingen.

 

Nein, wir Mitglieder des Vorstandes sind keinesfalls untätig gewesen.
Seit der letzten Mitgliederversammlung im Sommer 2016 ist eine ganze Menge passiert, und davon können Sie sich  einen Überblick verschaffen, am Besten auf der kommenden Mitgliederversammlung am 13.Juni im Hause Telsemeyer/Patte.

Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem beigefügten Einladungsschreiben.

 

Einladung als PDF-Dokument

2017 06 08 22 05 40 Einladung MV 13.6.2017

Veterinär spricht über Einsatz von Antibiotika

 

Zum Thema „Tierhaltung – multiresistente Keime – Antibiotikaeinsatz“ informieren Veterinär Johann Altmann und seine Frau Jutta Altmann-Brewe in einem Vortrag bei der Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden“ am 13. Juni.

Quelle: IVZ Online vom 06.06.2017, Oliver Langemeyer

IVZ 20170607 Pig
Die Schweinemast ist genauso betroffen wie die Mast von Rindern, Hühnern oder Puten.
(Quelle IVZ vom 06.06.2017)

 

Die Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden“ (BI) lädt am Dienstag, 13. Juni, ab 19.30 Uhr zur Mitgliederversammlung ins Hotel Telsemeyer (Ratssaal) ein. Neben den Vorstandswahlen wird die Bürgerinitiative auch einen weit gefassten Überblick über das vergangene Jahr als auch über anstehende Themen und Projekte geben. Das teilt die BI in einer Presse-Information mit.

Der Höhepunkt der Versammlung dürfte im anschließenden Vortrag von Veterinär Johann Altmann und Frau Jutta Altmann-Brewe zum Thema „Tierhaltung – multiresistente Keime – Antibiotikaeinsatz“ liegen. Die Bürgerinitiative hofft auf rege Beteiligung der Mitglieder. Denn neben der noch immer nicht entschiedenen Frage um die Errichtung des umstrittenen Ferkelaufzuchtstalles an der Nordstraße gebe es für die BI noch weitere Themen.

Im Fall des Ferkelstalles gibt es nach Mitteilung des Verwaltungsgerichts in Münster keinen neuen Sachstand. Über die eingereichte Klage gegen das Bauvorhaben sei noch nicht entschieden, teilte ein Gerichtssprecher auf Anfrage unseres Medienhauses mit. Die Klage stammt nicht von der BI.

Die Initiative will den Fokus in der Mitgliederversammlung erneut auf multiresistente Keime und Antibiotika richten. Dr. med. vet. Johann Altmann ist Fachtierarzt für Tierschutzkunde und war 35 Jahre im amtstierärztlichen Dienst tätig, davon 15 Jahre an ausgeprägten Intensivhaltungs-Brennpunkten, heißt es weiter. Zu seinen fachlichen Schwerpunkten zählen Tierseuchenbekämpfung und Tierschutz. Er ist Mitglied in überregionalen und tierschutzbezogenen Organisationen und Arbeitskreisen. Ferner gehört Altmann der Tierärztekammer Niedersachsen an und ist dort in verschiedenen Kommissionen tätig.

Seit 1997 ist er Vorsitzender des Tierschutzbeirates des Landes Niedersachsen. Gemeinsam mit seiner Frau Jutta Altmann-Brewe gab er die „Dokumentation Massentierhaltung – Schäden für Umwelt, Mensch und Tier“ heraus. Jutta Altmann-Brewe ist freie Ratgeber- und Sachbuchautorin. Nach früherer wissenschaftlich-mikrobiologischer Hochschultätigkeit als Assistentin in der Veterinärmedizin (vor allem zu Antibiotika-Rückständen im Fleisch beziehungsweise Lebensmitteln tierischer Herkunft) studierte sie intensiv die Ökologie von Schimmelpilzen, deren Verhalten sowie den Enzymen, Giften, Allergenen und Endotoxinen, die sie produzieren und die Schäden und Krankheiten, die sie verursachen können. Mehr als 20 Jahre arbeitete sie mit Patientenorganisationen und Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen und Bürgerinitiativen.

 

Quelle:

IVZ Online vom 06.06.2017
Oliver Langemeyer

 

 

Bürgerinitiative nimmt Wasserproben

Quelle:

Foto und Text IVZ-Online

 

Mitglieder der Bürgerinitiative „Gesunde Luft - gesunder Boden“ haben Proben aus Wasserläufen und Brunnen in der Gemeinde Mettingen genommen. Die Ergebnisse stimmen sie bedenklich. Vor allem, was die Nitratwerte am Papiermühlenbach und am Ölmühlenbach betrifft.

IVZ 20170322
Foto: Dietlind Ellerich
Die Vorsitzenden der BI, Gerhard Baune (v.r.) und Christoph Middendorf, hatten Johann Knipper (M.) vom WTL sowie Karl-Heinz Riedel (v.l.) und Edwin Kremp als Referenten eingeladen.

METTINGEN. Der Papiermühlenbach und der Ölmühlenbach sind, was die Nitratwerte angeht, Mettingens Problembäche. Die Ergebnisse der Stichproben, die Karl-Heinz Riedel und Edwin Kremp von der Bürgerinitiative (BI) „Gesunde Luft, gesunder Boden“ in den vergangenen 15 Monaten in Wasserläufen und Brunnen auf dem Gemeindegebiet gezogen haben, sind bedenklich. Sie sollten Anlass sein, genauer hinzuschauen und Ursachenforschung zu betreiben, machte der Vorstand während einer Infoveranstaltung zum Thema Wasser deutlich.

Die BI kann mehr, als Front gegen die Errichtung weiterer Mastställe zu machen. „Auch die Böden sind uns wichtig“, wies der Vorsitzende Gerhard Baune darauf hin, dass der zweite Teil des Vereinsnamens nicht von ungefähr komme. Weder Wind noch Wetter hatten Kremp und Riedel gescheut, als sie zwischen Dezember 2015 und März 2017 in den Außenbereichen in Sachen Wasserproben unterwegs waren und Ergebnisse vorfanden, die sie nicht überraschten. Auf „Rot“ stand die Nitrat-Ampel an einigen Stellen schon an der Quelle der Bäche, und mit dem Hinweis, dass die landwirtschaftlichen Nutzflächen oft bis direkt an die Gräben heranreichten, war klar, wohin die Reise gehen sollte. Da waren die Fotos des in einem Naturschutzgebiet Gülle fahrenden Fahrzeugs gar nicht notwendig.

Zudem zitierten Riedel und Kremp das Fachinformationssystem „Elwas“, das die Qualität des Grundwassers vor Ort nicht nur als „signifikant schlecht“ eingeordnet, sondern auch die Landwirtschaft als Verursacher ausgemacht hatte.

Die Landwirte im Saal waren nicht zu beneiden, versuchten aber ruhig ihren Standpunkt zu vertreten. Sie machten deutlich, dass sie schon in ihrem eigenen Interesse ihre Gewässer testen ließen. „Wir wollen nicht alles schön reden, aber auch nicht für alles verantwortlich gemacht werden“, erklärte ein Landwirt.

Johann Knipper, Geschäftsführer des Wasserversorgungsverbands Tecklenburger Land (WTL), informierte die rund 50 Besucher zum Thema Trinkwasser und stellte fest, dass ihm das Nitrat, zumindest in den Schutzgebieten, keine Sorgen mache. „Nitrat haben wir im Griff“, betonte er.

„Wir sind mit unserer Arbeit erst am Anfang“, stellte Baune klar, dass die BI am Ball bleiben werde und sich dabei Unterstützung von der Gemeinde wünsche. „Das alles kostet Geld“, sagte er im Hinblick auf weitere Analysen von Brunnen und Fließgewässern.

Das Thema brennt offensichtlich nicht nur der BI unter den Nägeln. Ein Besucher ließ eine Wasserprobe direkt vor Ort überprüfen. Er wollte wissen, ob sein Brunnenwasser in Nierenburg den Grenzwert von 50 mg pro Liter überschreitet. Das Ergebnis erschreckte, zeigte die Skala doch einen Wert deutlich über 100 mg an.

 

 

 

Informationsveranstaltung am Dienstag, 21. März 2017
ab 19.00 Uhr im Ratssaal von Hotel Telsemeyer.

Ist unser Wasser in Mettingen in Ordnung? Welche Qualität hat unser Leitungswasser? Kann ich das Wasser aus meinem Hausbrunnen trinken oder kann ich damit lediglich meine Salatpflänzchen gießen? Oder vielleicht nicht einmal das? Und wie steht es um die Qualität der Fließgewässer in Mettingen? Was ist überhaupt schädlich im Wasser ? Wo liegen die jeweiligen Grenzwerte? Wo werden sie überschritten? Welchen Schaden richtet Gülle an, obwohl sie doch Dünger ist ? Wo kann ich mein Brunnenwasser auf seine Qualität überprüfen lassen? Und was kostet das? Haben Sie noch mehr Fragen zum Thema? Wir kümmern uns um die Antwort!
Die Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V“ in Mettingen nimmt ihren Namen inhaltlich umfassend ernst. Sie wendet sich zwar primär gegen die Errichtung weiterer Maststall-Anlagen in und um Mettingen, kümmert sich aber engagiert um alle naturschutzbezogenen Themen, die das Tüöttendorf unmittelbar betreffen. Derzeit ergibt sich die Gelegenheit für die Bürgerinitiative, sich anderen drängenden Fragen zuzuwenden, die sich beispielsweise mit der Qualität des Wassers in Mettingen befassen.
In den letzten Wochen haben Mitglieder der Bürgerinitiative vor Ort Wasserproben gezogen und analysiert. Für eine umfassende Beantwortung aller offenen Fragen holt die Bürgerinitiative im Interesse der Mettinger Bürger aber weiter aus und lädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in den Ratssaal der Gemeinde ins Hotel Telsemeyer ein. Am Dienstag, 21.März 2017, wird ab 19.00 Uhr zunächst Johann Knipper vom Wasserverband Tecklenburger Land einen Vortrag zum Stichwort „Unser Trinkwasser“ halten.
Die Bürgerinitiative selbst präsentiert im Anschluss die Ergebnisse ihrer eigenen Wasserproben.


Salatpflänzchen gießen?
Man darf auf die Informationen, die dieser Abend bereithält, gespannt sein.

 

Die Fleischpreise dümpeln im Keller, und die Wasserpreise schwimmen ins Uferlose?

 

Liebe Mitglieder der Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“ ,

nein, wir sind und waren in der letzten Zeit nicht untätig, nur weil es gegenwärtig nichts erkennbar Neues im Falle Borchelt gibt. Vielmehr haben wir uns einem weiteren Schwerpunkt zugewandt, der uns in Mettingen unter den Nägeln brennt: Wasser bei uns im Dorf, und damit meinen wir vor allem die Qualität des Leitungswassers, die Qualität der fließenden und stehenden Gewässer bei uns und auch die der vielen Brunnen. Hierzu haben wir eine öffentliche Mitgliederversammlung vorbereitet, und alles Nähere dazu finden Sie in der beigefügten Einladung.

Der Vorstand der Bürgerinitiative,

Gerhard Baune

 

Rückblick

Quelle:
IVZ Artikel vom 31.12.2016

Quelle-IVZ

Unmutsbekundung mit "faulen Eiern".

Schon zum zweiten Male wurde die Dialogbereitschaft unseres Vorsitzenden gründlich missverstanden. Sein Haus "erfreut" sich einer spektakulären Adventsdekoration in Form von faulen Eiern.

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Die Bürgerinitiative „Gesunde Luft – gesunder Boden“ (BI) verzichtet nach eingehender juristischer Prüfung auf eine Klage gegen den umstrittenen Ferkelaufzuchtstall an der Mettinger Nordstraße.

Quelle:
Quelle-IVZ

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Keine Klage gegen gegen den Ferkelaufzuchtstall an der Nordstraße!

 

Quelle: IVZ-Online, 29.11.2016:

Den Gesichtern der Vorstandsmitglieder war die Enttäuschung anzusehen: Die Bürgerinitiative „Gesunde Luft – gesunder Boden“ (BI) verzichtet nach eingehender juristischer Prüfung auf eine Klage gegen den umstrittenen Ferkelaufzuchtstall an der Mettinger Nordstraße. Das teilte der Vorsitzende Gerhard Baune am Dienstagabend den Mitgliedern bei einer Versammlung im Ratssaal von Haus Telsemeyer mit.

Es gebe derzeit kein Gesetz, an dem die Initiative den Hebel ansetzen könne, sagte Baune. Rechtsanwalt Professor Martin Gellermann habe die Genehmigung der Anlage eingehend geprüft und von einer Klage abgeraten. Auch die von der BI eingeschaltete Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) empfahl, auf den Weg vor Gericht zu verzichten. Als Grund nannten Baune und sein Stellvertreter Christoph Middendorf in erster Linie die noch immer „landwirtschaftsfreundliche“ Gesetzgebung. Darin seien unter anderen Grenzwerte so günstig gestaltet, dass sie ohne weiteres einzuhalten seien.
Der neue Ferkelaufzuchtstall an der Nordstraße werde zudem zusätzlich mit einem Abluftwäscher ausgestattet. Da könne die BI vor Gericht nicht gegen bestehen. An der Nordstraße soll ein Ferkelaufzuchtstall mit 4140 Plätzen entstehen. Dagegen gibt es erheblichen Widerstand. Gegner kritisieren vor allem die Nähe zum Schulzentrum und zur DRK-Begegnungsstätte. Zudem stünden im Bereich Nordstraße schon einige landwirtschaftliche Anlagen. Durch einen weiteren Ferkelstall fürchten sie Gefahren unter anderem durch multiresistente Keime und den zu erwartenden Schwerlastverkehr. Der Kreis Steinfurt als Genehmigungsbehörde gab dennoch nach mehrfacher Überprüfung grünes Licht für das Projekt. Und die Rechtslage ist offenbar aufseiten des Kreises. Denn die vielen Einwände konnten letztlich juristisch nicht gegen das Projekt verwendet werden, fasste der BI-Vorstand zusammen.

Trotz des Klageverzichts gab sich die Bürgerinitiative weiter kämpferisch. Durch den Protest gegen den Ferkelstall habe man schon einiges erreicht. Der Bauantrag habe mehrfach nachgebessert werden müssen. „Deshalb sehe ich das nicht als Niederlage“, betonte Baune. In Zukunft wolle Initiative genau darauf achten, was sich an der Nordstraße tue. Unter anderem will sie mit sogenannten „Fahnenbegehungen“ Fachleute einschalten, die regelmäßig die Geruchsbelastung überprüfen. Die BI will sich außerdem dafür einsetzen, dass an den anderen Ställen im Bereich Nordstraße Abluftwäscher eingebaut werden, kündigte der Vorstand an. Baune: „Der Stall kommt, aber unser Protest bleibt.“

 

Präsentation vom Infoabend am 29.11.2016:

2016 11 30 09 04 16 2016.11.28 Prasentation Mitglieder Info

EU reicht Nitrat-Klage gegen Deutschland ein

Deutschland muss sich wegen mutmaßlicher Versäumnisse beim Grundwasserschutz einem Verfahren am Europäischen Gerichtshof (EuGH) stellen. Wie der WDR berichtet, hat die EU-Kommission vor einer Woche die bereits im April angekündigte Klage gegen die Bundesrepublik eingereicht. Die Klageschrift umfasst demnach rund 40 Seiten und 1500 Seiten Anhang.

Darin geht es um die seit Jahren in vielen Regionen Deutschlands steigende Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Als Hauptursache dafür gilt die Landwirtschaft, die Überdüngung mit Gülle und Mist.

(Quelle Spiegel online.de)

2016 11 07 19 33 37 Europäische Union reicht Nitrat Klage gegen Deutschland ein SPIEGEL ONLINE

 

(Quelle Tagesschau.de)
2016 11 07 19 45 41 Klage wegen Nitrat Belastung in Deutschland Ignorieren hinhalten versagen t

 

usw. usw.

Mettingern platzt der Kragen

Während wir, die Bürgerinitiative „Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.“ , juristischen Beistand bemühen, der zurzeit die Erfolgsaussichten einer Klage gegen den geplanten Ferkelaufzuchtstall an der Nordstraße auslotet, platzt offenbar auch anderen Mettinger Bürgern der Kragen, aber der Zorn richtet sich jetzt nicht nur gegen den kürzlich genehmigten Stall, sondern auch gegen den Landwirt selbst.
Dem Vorstand der Bürgerinitiative wurden am 3.November 2016 anonym gehaltene Briefe zugestellt, in denen verschiedene Anwohner der Fangkampsiedlung ihrer Wut freien Lauf ließen. Nun ist der Gang in die Anonymität nicht Sache der Bürgerinitiative, denn wir benennen  bekannterweise unerschrocken alle diesbezüglichen Missstände beim Kreis Steinfurt und outen uns auch per Namen und Adresse.
Dennoch muss der Inhalt dieser Briefe ernst genommen werden, weil  aus ihnen ganz klar hervorgeht, dass in Mettingen unterschwellig ein wahrer Kessel von Wut und Empörung gegen den betroffenen Landwirt brodelt, der mit den Aktionen der Bürgerinitiative nicht direkt zu tun hat. Berichtet wird von wüsten Beschimpfungen und diversen verbalen Auseinandersetzungen, weil die betroffenen Anwohner weder die immer schlimmer gewordene Geruchsbelästigung noch den Lärm hinnehmen wollen, den die Lüfter in den schon vorhandenen Ställen besonders in den Sommermonaten verursachten. Nachts, so heißt es, müsse man die Fenster schließen, weil es entweder stinke oder Lüfter-Geräusche entstünden, die an „Hubschrauber erinnern, die im Garten landen“. Wenig verwunderlich:
Auch die Anwohner der Fangkampsiedlung haben längst festgestellt, dass die Belästigung mit den Jahren immer schlimmer geworden ist. Wie die Bürgerinitiative selbst stellen auch die Verfasser der Briefe fest, dass „das kleine Wäldchen in der Nähe des Hauses Dingwerth inzwischen zu wertvollem Ackerland umgewandelt worden ist, denn von der Nordstraße aus hat man mittlerweile freien Blick auf ein Haus, das früher hinter dem Wäldchen verborgen war“.

Wir garantieren Ihnen, liebe Verfasser, absolute Diskretion, wenn Sie sich direkt an uns wenden, damit wir uns auch für Sie einsetzen können. Wir stehen nämlich auch Ihnen gegenüber zu dem Dialog-Angebot, das weder der betroffene Landwirt noch der Kreis Steinfurt bisher nutzen wollten. Ein Grund mehr, in dieser Angelegenheit hellwach zu bleiben.

Gerhard Baune, 1.Vorsitzender der Bürgerinitiative, Woorteweg 1, 49497 Mettingen

Der Kreis Steinfurt hat die Genehmigung für den Bau des Ferkelstalls an der Nordstraße offiziell erteilt.

 

Quelle:
IVZ Artikel vom 28.10.2016

Quelle-IVZ

 

WDR vom 27.10.2016 (Link)

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Zahl der Gülle-Unfälle Besorgnis erregend. Intensive Tierhaltung gefährdet Gewässer

Berlin: Einer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erstellten "Chronik der Gülle-Unfälle" für den Zeitraum von Juli 2015 bis Juni 2016 zufolge kommt es bei Gülle-Transporten häufig zu Unfällen und Havarien. Hauptursache dafür sei die steigende Zahl der Gülle-Transporte im Inland, aus dem Ausland nach Deutschland und ins Ausland.

Quelle:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Logo.svg

 

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BUND - Gülleunfälle

BUND - Zahl der Gülleunfälle Besorgnis erregend

BUND - Gülleunfälle (Karte)

Bauernfunktionär aus dem Münsterland wegen angeblicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz angezeigt

 

Quelle: WDR Münsterlandmagazin:

Die Tierschutzorganisation PETA hat den Präsidenten des westfälisch-lippischen Landwirtschaftsverbandes, Johannes Röring aus Vreden, angezeigt. Sie wirft ihm Verstöße gegen den Tierschutz in seiner Schweinemast vor.

 

Direktlink zum WDR Beitrag:

2016 10 10 20 14 38 Tierschützer zeigen Bauernfunktionär aus Vreden an 700

 

2016 10 10 20 15 46 Bauernfunktionäre aus dem Münsterland bestreiten Tierschutzverletzungen 700

Barbara Hendricks (SPD) will strengere Regeln für Intensivtierhaltung

Quelle u.a. Süddeutsche Zeitung, SWR, RTL Next oder Donaukurier vom 04.10.2016

 

Zitat (Ausschnitt):
"Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will der Massentierhaltung in Deutschland engere Grenzen setzen. Sie legte einen Gesetzentwurf für ein Intensivtierhaltungsgesetz vor, der am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will der Massentierhaltung in Deutschland engere Grenzen setzen. Sie legte einen Gesetzentwurf für ein Intensivtierhaltungsgesetz vor, der am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Vorgesehen sind unter anderem strengere Vorschriften für den Bau riesiger Stallanlagen. Deren Nachbarn sollen mehr Möglichkeiten bekommen, sich gegen negative Auswirkungen zur Wehr zu setzen. Außerdem sollen Wiesen und Weiden besser geschützt werden.

Hintergrund der Initiative ist, dass die Zahl großer Tierhaltungsanlagen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, wie es im Gesetzentwurf heißt. Die intensive Tierhaltung könne Nachteile bringen für die Umwelt, '"insbesondere die Gewässer-, Luft- und Bodenqualität"', sowie für den Klimaschutz, aber auch im Städtebau. Diesen Auswirkungen solle entgegen gewirkt werden.

Demnach soll die Möglichkeit wegfallen, riesige Ställe ohne Bebauungsplan der Kommune genehmigt zu bekommen. Gemeinden sollen künftig für große Anlagen Bebauungspläne aufstellen, so dass sich der Gemeinderat mit jedem Vorhaben auseinandersetzen müsste. Als "groß" sollen beispielsweise Anlagen für mehr als 15.000 Hennen, mehr als 600 Rinder oder mehr als 1500 Mastschweine gelten, wie das Umweltministerium auf Anfrage mitteilte."

 

Die Wogen schlagen diesbezüglich sehr hoch, so hoch, dass auch die Online Ausgabe von Top Agrar sich hiermit intensiv beschäftigt.

Siehe u.a. hier TopAgrar: Abschaffung des Bauprivilegs: "Schmidt muss Hendricks endlich stoppen!"

oder hier: TopAgrar: Hendricks nennt Details zu ihrem Intensivtierhaltungsgesetz

 

Massive Tierschutz-Probleme bei Bauern-Chefs

Panorama Bericht vom 22.09.2016.

Siehe hierzu auch Plenarprotokoll 18/192, Seite 35, aktuelle Stunde des

Bundesadler
Deutscher Bundestages – 18, Wahlperiode – 192. Sitzung, Berlin, Mittwoch, den 28.September 2016

sowie Antrag Nr. 18/9798 (Bündnis90/Die Grünen), Plenarprotokoll 18/194


Solange der Bericht in der Mediathek zur Verfügung steht, hier als Direktlink:


22.09.2016 | 9 Min. | Quelle: NDR
2016 10 05 07 33 25 Massive Tierschutz Probleme bei Bauern Chefs Panorama Video ARD Mediathek

Zitat:

"In Ställen von führenden Agrar-Funktionären ist es offenbar zu massiven Tierschutzverletzungen gekommen. Das zeigen heimlichen Aufnahmen von Tierschutz-Aktivisten, die NDR und SZ vorliegen."

Die Bürgerinitiative „Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.“ ist ab sofort Mitglied in der Landesgemeinschaft Natur und Umwelt NRW, kurz LNU genannt.

Die Bürgerinitiative Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.“, die sich in und um Mettingen für die Erhaltung einer intakten Natur und gegen die Errichtung weiterer Tiermastställe engagiert, hat am vergangenen Wochenende eine ganz wichtige und große Hürde genommen:

Sie ist ab sofort Mitglied in der Landesgemeinschaft Natur und Umwelt NRW (kurz LNU).

Die LNU ist ein anerkannter Umweltverband, Naturschutzverein nach § 60 BNatSchG i. V. m. § 12 LG-NRW und vertritt als Dachorganisation die Interessen von etwa 100 Initiativen und Umweltorganisationen. Insgesamt gehören der LNU über 300.000 Mitglieder an. Damit kann die Bürgerinitiative Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.“ ab sofort auf eine breite fachliche und juristische Unterstützung bauen, denn die LNU ist u.a. verbandsklageberechtigt. Auch wird sich der Austausch von Informationen und Argumenten erheblich intensivieren können.
Der Kontakt mit der LNU war durch Rainer Seidl (ANTL) sowie durch befreundete Bürgerinitiativen hergestellt worden, und so waren mehrere Mitglieder der Mettinger Initiative im April zur LNU-Vorstandssitzung gefahren, um dort vorab die Zielsetzungen und die Arbeit der Bürgerinitiative vorzustellen. Die Initiative wurde daraufhin zur Mitgliederversammlung eingeladen, die am Samstag in Bottrop stattfand. Dort stellte sich die Initiative „Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.“ allen anwesenden Mitgliedern überzeugend vor, und am Ende wurde die Initiative einstimmig in die LNU aufgenommen.
Mit ungläubigem Staunen und Kopfschütteln reagierten die Zuhörer in Bottrop auf die Information, dass in Mettingen im Abstand von weniger als 200 Metern von einem  großen Schulzentrum ein großer Ferkelstall geplant werden darf und vorraussichtlich auch genehmigt wird. Die Erteilung dieser Genehmigung, vom Kreis Steinfurt im Juli innerhalb eines Zeitraumes von zwei bis drei Wochen angekündigt, verzögert sich nach Angaben der Steinfurter Behörde über den September hinaus und wird auch vor dem Ende der Herbstferien wohl nicht eintreffen können. Die Bürgerinitiative bekommt dann zeitgleich mit dem antragstellenden Landwirt die Informationen zur Genehmigung, der dann auch eine ausführliche
Begründung beiliegen wird. In dieser Begründung wird dann auf jeden Einwender umfassend eingegangen, ein vorab an jeden Einwender verfasstes Schreiben sei nicht vorgesehen. Sobald die Genehmigung vorliegt, wird die BürgerinitiativeGesunde Luft-Gesunder Boden e.V.„ unmittelbar in die Prüfungsphase der Genehmigung eintreten und eventuell juristische Folgen ausloten, dann aber auf der breiten Basis, die die Mitgliedschaft in der LNU nunmehr bietet.

 

LNU
Das Foto zeigt von l nach r:
LNU-Geschäftsführer Dipl.Geogr. Rainer Fischer, LNU-Vorsitzender Mark vom Hofe
Herlmut Lindemann , Edwin Kremp, Georg Wiedemann (Alle im Vorstand der BI "Gesunde Luft-Gesunder Boden e.V.")

 

Siehe auch IVZ-Artikel vom 23.09.2016

 

Quelle:
IVZ Artikel vom 23.09.2016

Quelle-IVZ

Leserbrief vom 03.08.2016

aus: Quelle:
IVZ Artikel vom 03.08.2016

 

Mit freundlicher Genehmigung von Benno Steffen

Quelle-IVZ

Kreis Steinfurt kündigt die Genehmigung an!

Der Keis, als Genehmigungsbehörde, hat diese Mitteilung an das Medienhaus der IVZ weitergegeben, ohne bislang auf die zahlreichen Einwände eingegangen zu sein.

Quelle:
IVZ Artikel vom 30.07.2016

Quelle-IVZ

Zur Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)/ Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU)

Erläuterung zur UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung)
Eine UVP enthält u.a. nachfolgende Grundelemente:

  • Scoping-Prozess zur Festlegung der Untersuchungsinhalte

  • Erstellung eines Umweltberichtes, der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) oder Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) einschließlich einer Alternativenprüfung

Eine Prüfung erfolgt anhand dieser Grundelemente sowie der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung

 

Quelle:
IVZ Artikel vom 22.06.2016

Quelle-IVZ

Quelle:
IVZ Artikel vom 22.06.2016

Quelle-IVZ

Symposium „Strategie gegen Antibiotikaresistenz“ in Hannover am 02.03.2016

Symposium Titel

Am 02.03.2016 konnte eine kleine Gruppe Mitglieder der BI Gesunde Luft, gesunder Boden in Mettingen e.V. am ganztägigen Symposium „Strategie gegen Antibiotikaresistenz“ im großen Vortragssaal der Ärztekammer Hannover teilnehmen.

SymposiumIm Anschluss an die diversen Expertenvorträge (Vertreter verschiedener human- und veterinärmedizinische Fachgebiete) bot sich die Gelegenheit die gemeinsame niedersächsische Strategie gegen Antibiotikaresistenz zu diskutieren. Im Zentrum dabei stand der One-Health-Aspekt und mögliche fachübergreifende Schnittstellen zwischen Human- und Veterinärmedizin einschließlich des Lebensmittel- und Umweltbereiches.

 

Zusammenfassend hier nun einige der „eindrucksvollsten“ Zahlen und Daten, die insgesamt nur wenig Anlass zu Optimismus geben:

 

Antibiotikaresistenzen:

Europaweite Gefährdung für Mensch und Tier durch Antibiotikaresistenz (aktuell sterben ca. 25.000 Menschen/Jahr in Europa an Infektionen durch multiresistente Erreger (MRE))

  • weltweit aktuell ca. 700.000 Todesfälle/Jahr, bis 2050 werden es ca. 10 Mio./Jahr sein (lt.O`Neill-Report, England 2014)

  • Multiresistente Erreger sind nicht neu und nicht selten, neu ist jedoch, dass sie zunehmend als Krankheitserreger (Infektionen) in Erscheinung treten

  • die sog. postantibiotische Ära (Zeitalter in den Antibiotika nicht mehr gegen die MRE wirken) steht nicht bevor, sondern wir sind mittendrin

  • so werden mittlerweile 50% aller Sepsisfälle (Blutvergiftungen) auf griechischen Intensivstationen durch MRE verursacht

  • es ergibt sich insgesamt ein additiver Effekt: Infektionen durch empfindliche (antibiotikasensible) Erreger plus MRE-Infektionen

  • die Erbinformationen bzgl. Resistenzen werden von Keim zu Keim durch Plasmide z.T sehr schnell weitergeben (Beispiel hierfür: E.coli MCR 1+ für Colistinresistenz) (Colistin gilt als Reserveantibiotikum bei Infektionen durch MRE), leider sind Colistinresistenzen bei Nutztieren mittlerweile nicht nur in China weit verbreitet, sondern auch u.a. in Dänemark und Deutschland (lt.Bundesinstitut für Risikobewertung und WHO)

 

Nutztierhaltung:

  • seit 2013 gilt in Deutschland: systematische Erfassung der Antibiotikaabgabe an Bauern/Tierzüchter

  • in Niedersachsen sind diesbzgl. 21.000 Betriebe meldepflichtig, bei 6000 waren Minimierungsmaßnahmen erforderlich (wg. zu großem Antibiotikaverbrauchs)

  • von 2013 bis heute betrug die Reduktion der Antibiotikamenge ca. 20-30% bei Geflügel, bei Schweinen < 20%)

Dia Reduktion Antibiotikamenge

  • Allerdings: Anstieg des Antibiotikaverbrauchs (incl. Reserveantibiotika) bei der Ferkelaufzucht!


==> allgemeiner Konsens bzw. Forderung:

  • möglichst geringer Einsatz von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin!

  • Anstieg der Resistenzraten bei Darmkeimen (z.B. E.coli ESBL) ( bei Mensch und Tier) in den letzten 5-7Jahren

  • Vorkommen von LA-MRSA (landwirtschafts-assoziierter multiresistenter Staphylococcus aureus) und E.coli ESBL in der Landwirtschaft: > 55% aller Schweinehaltungsanlagen in NRW/Niedersachsen (im Münsterland sogar > 70%)

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  • Beispiel Putenfleisch: zu > 40% mit LA-MRSA und zu >60% mit E.coli ESBL besiedelt

  • Nachweis dieser Keime auch in der Gülle, Abluft,und Umgebungsboden von Tierhaltungsanlagen

  • Übertragung dieser multiresistenten Keime auf den Menschen durch direkten Kontakt zu mit MRE besiedelten Nutztieren geschieht häufig (insbes. Tierärzte, Landwirte und deren Familienangehörige)

  • hierdurch sind Infektionen möglich bei diesen „Risikogruppen“ (ambulante Infektionen, behandlungs-assoziierte („Krankenhaus“-) Infektionen, berufsbedingte Infektionen)

Häufigkeiten:

  • Häufigkeit von LA-MRSA-Besiedlungen bei bestimmten Berufsgruppen:  Schlachthofarbeiter: 3-8%, Schweinehalter: bis 86% (bis 33% E.coli ESBL im Darm), Schweinetierärzte: bis 45%, Landwirtschaftsangehörige: zw. 7 und 86%

Dia Berufsgruppen

  • MRSA-Vorkommen (Nase/Rachen) in der Allgemeinbevölkerung in Deutschland: 1%

  • E.coli-ESBL-Vorkommen (Darm) in der Allgemeinbevölkerung: 4-6%

  • Anteil der LA-MRSA-Infektionen an Gesamt-MRSA-Infektionen bundesweit: 2-4% (d.h. >95% aller MRSA-Infektionen sind hospital acquired MRSA, sog. HA-MRSA)

  • Allerdings: im Kreis Steinfurt/Münsterland beträgt der Anteil der Blutstrominfektionen durch LA-MRSA 37% (also 9-18x häufiger als im Bundesdurchschnitt), von diesen LA-MRSA positiven Personen hatten 38% überhaupt keinen Kontakt zu Landwirten, Tierärzten oder Nutztieren! (lt. einer Studie in Dänemark mit umfassenden Daten lag dieser Prozentsatz bei 34%)

Symposium2

Dia MRSAInfektion

 

  • somit ist nachgewiesenermaßen der Anteil der LA-MRSA-Träger in tierdichten Regionen deutlich höher als in den übrigen Landesteilen, mögliche Übertragungswege hierbei: Abluft, Gülle und/oder Fleisch?

  • Häufigkeit von LA-MRSA in der konventionellen Tierhaltung („Massentierhaltung“): 67-81%

  • Häufigkeit von LA-MRSA in der ökologischen Tierhaltung („Bio-Landwirte“): 26%

 


Thema Abluftreinigung:

  • Problemstellung: mittlerweile sehr großer Tierbestand in Deutschland (Schweine +45%, Geflügel +165% in den letzten 10 Jahren)

  • d.h. wachsende Fleischproduktion in Deutschland führt zu immer größeren Emissionen aus der Tierhaltung

  • von 22.000 Schweineställen hatten im Jahre 2013 nur 762 eine Abluftreinigung, was einer Quote von nicht mal 3,5% entspricht!

Dia Abluftreinigung

  • Stichwort Abluftwäscher: Bioaerosole können bis zu 80-90% reduziert werden, eine vollständige Keimrückhaltung kann jedoch nicht gewährleistet werden

 


Bisherige Initiativen in Niedersachsen:

  • Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs

  • Filtererlass im Jahre 2013

  • ggf. notwendig: Ausrüstung weiterer Tierhaltungsanlagen mit Abluftreinigungsanlagen (z.Zt. nur für große zwangsbelüftete Schweineställe verbindlich vorgeschrieben)

IVZ Bericht vom 16.06.2016

Die im IVZ Bericht angekündigten Erkenntnisse des Symposiums in Hannover über Antibiotikaresistenzen werden wir alsbald hier veröffentlichen

20160616 IVZ

UVP zum geplanten Ferkelstall liegt erneut aus

Im Anschluss an der MV am 14.06., gehen wir auf das weitere Vorgehen zum geplanten Ferkelstall und der nun ausliegenden UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) ein.

 

Quelle:
IVZ Artikel vom 09.06.2016

Quelle-IVZ

Ordentlichen Mitgliederversammlung, Dienstag, 14. Juni 2016, um 19:30 Uhr

 

An die Mitglieder der Bürgerinitiative!

Hiermit laden wir alle Mitglieder der Bürgerinitiative „Gesunde Luft - gesun-
der Boden. Bürgerinitiative gegen weitere Mastställe in Mettingen e. V.“ zur

am
14. Juni 2016
um 19.30 Uhr
in die Gaststätte Telsemeyer in Mettingen

Die Tagesordnung umfasst folgende Punkte:

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

2. Rechenschaftsbericht des Vorstandes

3. Bericht des Kassenwartes

4. Bericht der Kassenprüfer

5. Entlastung des Vorstandes

6. Neuwahl des Vorstandes

7. Wahl von 2 Kassenprüfern

8. Allgemeine Information

Der Vorstand wird unter Punkt 2 ausführlich auf den aktuellen Stand des

Genehmigungsverfahrens Bauantrag Borchelt eingehen. Für die Wahlen un-
ter Punkt 6 und Punkt 7 liegen Vorschläge vor. Über eine zahlreiche Beteili-
gung würden wir uns freuen.

ordentlichen Mitgliederversammlung

Gerhard Baune

1. Vorsitzender

IVZ Leserbrief

 

Quelle:
IVZ Artikel vom 09.05.2016

Quelle-IVZ

Hintergrund:

Quelle:
IVZ Artikel vom 28.04.2016

Quelle-IVZ

IVZ Artikel zum WDR - Bericht der Lokalzeit Münsterland in Mettingen, auf Nachfrage der BI

Quelle:
IVZ Artikel vom 13.02.2016

Quelle-IVZ

 

Den Anreiz zur Nachfrage beim Kreis hatte folgender, NICHT veröffentlichter, Leserbrief gegeben:

Leserbrief der Bürgerinitiative „Gesunde Luft – Gesunder Boden e.V.“

Am 19.Januar war in der IVZ zu lesen, dass die Anzahl der schriftlich eingereichten Enwendungen gegen den geplanten Ferkelaufzuchtstall in unmittelbarer Nähe zu einer ganzen Reihe von öffentlichen Gebäuden von anfänglichen 30 auf 81 gestiegen sei. Zusammen mit den im erstenAnhörungsverfahren eingereichten 150 liegen dem Kreis Steinfurt somit stolze 231 Einwendungen vor. Nun aber war von Dr.Winters, der im Kreis Steinfurt für die Prüfung einer Genehmigung verantwortlich ist, im Fernsehinterview mit dem WDR am letzten Donnerstag zu hören (Zitat):
„...dass wir im Moment keine Anhaltspunkte haben, wonach wir Gründe hätten, nach denen wir nicht genehmigen können“. Wirklich? Die meisten Einwender haben in der Regel gleich mehrere solcher Gründe, und sie haben diese auch klar formuliert. Wir, die Mitglieder der Bürgerinitiative „Gesunde Luft­Gesunder Boden e.V.“ fragen uns, was mit den hinzugekommenen 81 Enwendungen denn passiert ist. Immer wieder wurde wegen der prekären Lage des geplanten Stalles eine Umweltverträglichkeitsprüfung, ein Keimgutachten sowie ein belastbares Geruchsgutachten gefordert, und die Gemeinde Mettingen erinnert im gleichen Fernsehbericht zu Recht an das Fehlen von Daten zum Schwerlastverkehr. Es lohnt sich für die Steinfurter Behörde ein Blick in die jüngsten Urteile im Bundesland Niedersachsen, wo bei ähnlicher Sachlage bereits erteilte Genehmigungen zurückgenommen werden mussten. Also: Wie ernst nimmt die genehmigende Behörde unsere erneut eingereichten Einwendungen ? Nach nunmehr vier Wochen nach dem Ende der zweiten Einwendungsfrist sind noch nicht einmal Eingangsbestätigungen verschickt worden. Wirklich schwer, bei dieser Sachlage den Satz des Dr.Winters zu verstehen.

Für die Bürgerinitiative „Gesunde Luft­Gesunder Boden e.V.“

Gerhard Baune, Woorteweg 1, 49497 Mettingen, 1. Vorsitzender
Christoph Middendorf, Nierenburger Str. , 2.Vorsitzender

 

WDR
Lokalzeit Münsterland in Mettingen

Am 04.02.2016 wurde der Lokalbericht Münsterland vom WDR nun gesendet, nachdem der WDR nun nach zweiwöchiger "Verspätung" mit dem verantwortlichen Mitarbeiter für Immissionsschutz des Kreis Steinfurt sprechen konnte.

Hier der Link zum WDR Beitrag:

Link zum Beitrag WDR-Lokalzeit Müsterland vom 04.02.2016

WDR MEDIATHEK
(Ferkelstall von Minute 12:56 - 15:39)

 

Jetzt sind es plötzlich 81 Einwände

Der Kreis Steinfurt als Genehmigungsbehörde wertet die Einwendungen jetzt aus.
Dazu werden auch die rund 150 Bedenken hinzugenommen, die aus der ersten Auslegung stammen, heißt es aus Steinfurt.
Damit liegen insgesamt über 230 Einwände vor!

 

Quelle:
IVZ Artikel vom 19.01.2016

Quelle-IVZ

Der WDR zum zweiten Mal wegen des geplanten Ferkelstalls in Mettingen

Wie geplant hat der WDR am 18.01.2016 seine Aufnahmen gemacht und die Interviews geführt (für einen Bericht von 2,5 Min. Länge).

Dieser Bericht wird alsbald in der WDR-Lokalzeit ab 19:30 Uhr ausgestrahlt.

WDR Fernsehen

Lokalzeit MS

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Der Sendetermin, der für den 18.01.2016 geplant war, wird verschoben! Der Grund ist, dass der Kreis den Interviewtermin abgesagt hat, da Dr. Winters krank ist. Ohne mit dem Kreis gesprochen zu haben, möchte der WDR nicht senden.

Der WDR informiert uns, sobald der neue Sendetermin feststeht. Wir geben den neuen Termin dann umgehend an Sie weiter.

Gesunde Luft- gesunder Boden
Bürgerinitiative gegen weitere Mastställe in Mettingen


Die BI hat nun den Status der Gemeinnützigkeit und kann somit ab sofort steuerlich wirksame Bescheinigungen
für Spender ausstellen!

Nutzen Sie noch dieses Jahr!

Spenden bitte auf das
BI-Konto

bei der COMMERZBANK AG
IBAN-Nr: DE66 4034 0030 0214 8716 00

BIC: COBADEFFXXX

 

 

 

Pig01

 

Gemeinde hält Bedenken aufrecht

In der Bauausschusssitzung vom 07.01.2016 wurden die bisherigen Bedenken aufrecht gehalten.

Quelle:
IVZ Artikel vom 08.01.2016

Quelle-IVZ